Neujahrsgrüße - Rück- und Ausblick

12.01.17

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das neue Jahr ist schon wieder einige Tage alt. Ich wünsche Ihnen von Herzen Glück, Gesundheit, Erfolg und persönliche Zufriedenheit, damit 2017 für Sie ein gutes Jahr wird.

Das abgelaufene Jahr 2016 war für unsere Gemeinde ein gutes Jahr mit überschaubaren Investitionen. Höhepunkt war sicherlich das 50-jährige Jubiläum unserer Partnerschaft mit der Gemeinde Lindau, das wir im August begingen. Über 100 Gäste aus Lindau haben mit uns gefeiert und viele neue Eindrücke mit in den Harz genommen. Über den Fortbestand unserer Partnerschaft mache ich mir derzeit keine Sorgen, zumal ja auch die beiden neuen Ortsbürgermeister aus Lindau hier vor Ort mit von der Partie waren und sich durchaus „partnerschaftsoffen“ zeigten. Es war schlichtweg eine Freude erleben zu dürfen, wie Sie liebe Bürgerinnen und Bürger unsere Gäste empfangen und umsorgt haben und wie auf privater Basis neue Bekanntschaften geknüpft wurden. Über 140 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus unserer Gemeinde haben zum Gelingen dieser Jubiläumstage, die auch vom Wetter begünstigt waren, beigetragen und so einen weiteren Meilenstein in der Freundschaftsgeschichte Binau-Lindau gesetzt. Dafür noch einmal meinen ganz herzlichen Dank!

Viel Zeit und Arbeit wurde in die weitere Detailplanung für das neue Feuerwehrgeräthaus, verbunden mit der Neugestaltung des Eingangsbereiches von Rathaus und Turn- und Festhalle investiert. Der Gemeinderat hat die Planungsunterlagen beraten und beschlossen. Darüber hinaus wurden die erforderlichen Förderanträge gestellt und mittlerweile auch schon bewilligt. Aus Mitteln der Feuerwehrförderung erhalten wir einen Zuschuss in Höhe von 176.000,--€ und der Gemeindeausgleichsstock bewilligte in seiner Herbstsitzung einen Förderbeitrag in Höhe von 945.000,--€. Die erforderlichen Bauanträge sind eingereicht und werden in den nächsten Wochen wohl auch genehmigt. Vor Baubeginn steht die Rodung der zu überbauenden Fläche und einiger Bäume entlang der Reichenbucher Straße an. Die Firma Bauer aus Aglasterhausen wird diese notwendigen Arbeiten durchführen. Sicher wird das Ganze das optische Erscheinungsbild unseres „Bürgerzentrums“ verändern. Doch lassen sie sich versichert sein, dass wir nach Fertigstellung der Bauarbeiten wieder geeignete Grünflächen schaffen, und natürlich auch wieder Bäume pflanzen werden. Mit den Rohbauarbeiten wird im Laufe des Frühjahrs begonnen.

Während der Bauphase werden Sie liebe Bürgerinnen und Bürger mit mancher Einschränkung der Besuchszeiten im Rathaus und bei den Nutzungsmöglichkeiten der Sporthalle rechnen müssen. Dafür erhalten Sie dann aber einen barrierefreien und rollstuhlgerechten Zutritt zum Rathaus und zur Sport- und Festhalle. Wir bitten schon heute um Ihr Verständnis. Während der Umbauphase des Eingangsbereiches werden wir übrigens in den Räumen der ehemaligen Sparkasse ein Bürgerbüro einrichten und außerdem hat unser Verwaltungsteam ja schon öfters seine Flexibilität unter Beweis gestellt.

Der im vergangenen Jahr angekündigte Breitbandausbau ist nun in Binau bis auf ein paar Begleitarbeiten und die Instandsetzungsarbeiten der Lagerplätze abgeschlossen und soll im Januar frei geschaltet werden. Parallel dazu hat die EnBW die Erdverkabelung einer Teilstrecke der Reichenbucher Straße mit durchführen lassen. Sobald alle betroffenen Haushalte die internen Elektroarbeiten durchgeführt haben, kann dann ein weiterer Teil der Dachständer abgebaut werden.

Ein weniger erfreuliches Ereignis ereignete sich vier Tage vor Heilig Abend als die Scheune der Familie Großkopf einer vermutlichen Brandstiftung zum Opfer fiel. Nur mit Glück wurden weder Menschen noch Tiere verletzt. Hier zeigte sich aber die Einsatzstärke und Effektivität der Feuerwehren unserer Neckartalschiene. Unterstützt von der Wehr aus Neckarelz mit der Drehleiter und dem THW Neunkirchen mit dem schweren Radlader brachten die eingesetzten 72 Floriansjünger den Brand bald unter Kontrolle. Nur gut, dass unsere Feuerwehren auf einem guten Ausbildungsstand sind. Aktuell können wir vor Ort auf 28 aktive Feuerwehrmänner und vier gleichermaßen engagierte Feuerwehrfrauen bauen. Der Brand war für alle , wenn man da so sagen will, das „finale furioso“ eines ereignisreichen Jahres. Ich erinnere nur an die Einsätze in Neckargerach nach den sintflutartigen Regenfällen und die Überschwemmungen mit denen auch wir hier in Binau zu kämpfen hatten. Es gab allerorten Gefahrenlagen die man vorher in jedweden Plänen nie für möglich gehalten hätte. Da waren neben viel Einsatz auch mal Improvisationsgeschick und schnelles Handeln gefordert. Als Beispiel nenne ich hier die Räumung des Campingplatzes an einem frühen Montagmorgen, als der Neckar in atemberaubender Schnelle anschwoll und damit keinerlei Zögern duldete. Dank einiger Freiwilliger und dem Einsatz der Feuerwehr mit ihren Kommandanten Thorsten Kisela und Udo Feik wurde man aber auch dieser Anforderung gerecht. An dieser Stelle geht daher ein ganz großes „Dankeschön“ an die Kommandanten und vor allem an die intakte Feuerwehrmannschaft. Verbunden damit ist der Wunsch nach einem neuen Jahr, das viele Übungen und evtl. auch mal einen Arbeitseinsatz am neuen Feuerwehrheim , aber wenig Einsätze bei technischer Hilfe, bei Feuer oder Hochwasser bringt.

Das kulturelle und gesellschaftliche Leben bestimmten im abgelaufenen Jahr die turnusmäßigen Veranstaltungen unserer Vereine. Die gehören einfach zum Dorfleben dazu und deshalb muss es unser gemeinsames Bestreben sein, diese so lange wie möglich zu erhalten. Dazu brauchen die Vereine und Gruppen , egal welcher Coleur , natürlich viele „Mitmacher“ , denn hinter jeder Feier, jeder Zusammenkunft und jedem „Festle“ steht viel Arbeit in Vor- und Nachbereitung. Unterstützen sie daher unsere Vereine weiter und arbeiten aktiv mit. Im Angebot unserer fast zwanzig Vereine, Gruppen und Verbände, ist sicherlich für jeden das richtige dabei ! Richtig dabei, und das ist eine Erwähnung wert, sind aktuell die Fußballer des FC Binau. Man hat den Abstieg weggesteckt, hat sich kurz geschüttelt und dann nach vorne geschaut. Es wurden junge Flüchtlinge höchst erfolgreich im Team integriert. Der FC Binau steht auf dem 1. Platz in der B-Liga und wird wohl im Sommer eine (Aufstiegs-) Feier austragen, die im jährlichen Veranstaltungskalender noch gar nicht vermerkt ist.

Erwähnen will ich noch kurz das „Binauer Unikat“, die „Adventstreffs“ donnerstags vor dem Rathaus. Trotz der widrigen Witterungsverhältnisse waren alle Adventstreffs recht gut besucht und es war schön zu sehen, wie sich immer neue Gruppen zu lockeren Gesprächen in meist lustiger Runde zusammen fanden. Für mich ist dies ein Zeichen, dass die persönlichen Begegnungen gerade in der dunklen Vorweihnachtszeit für viele Bürgerinnen und Bürger eine willkommene Abwechslung sind.

Auch die Weihnachtsaktion des Heimat- und Verkehrsvereins, die den Bewohnern des Pflegeheimes Schloß Binau zu Gute kam, war ein klares Zeichen des „nicht-vergessen-seins“ und der örtlichen Zusammengehörigkeit. Das große Plus des ländlichen Raumes sind ja alle die, die sich beruflich oder ehrenamtlich im Gemeinderat, der Verwaltung, der Wirtschaft, in den Schulen und Kindergärten, den Kirchen, Vereinen und Verbänden zum Wohl der Allgemeinheit einsetzen. Dafür ein von Herzen kommendes „Dankeschön“.

Das geht natürlich auch an die Damen und Herren unserer Rentnerinitiative, die in ihrem unermüdlichen Einsatz unser Dorf erstrahlen lassen. Erfreulich ist dabei, dass immer wieder neue Mitbürgerinnen und Mitbürger sich in diese Runde einreihen und selbst mit neuen „Einsatzmöglichkeiten“ auf uns zukommen. „Weiter so“ kann man da nur sagen, wer helfen kann und möchte, ist herzlich dazu eingeladen.

Liebe Binauerinnen , liebe Binauer geben wir dem neuen Jahr eine Chance und gehen es mit Hoffnung und Optimismus an. Dies geht leichter und problemloser wenn wir wie bisher zusammenstehen und gemeinsam mit Rat und Tat da sind wenn es gilt !

Zum Schluss entbiete ich einen besonderen Gruß allen kranken, einsamen und älteren Mitbürgern. Mögen Ihnen stets Menschen zur Seite stehen, die Zeit und Geduld für die Probleme anderer mitbringen.

Mit den besten Wünschen für ein gutes und gesundes Jahr 2017

Ihr Peter Keller, Bürgermeister

 


 
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