Kandidatenvorstellung vor "vollem Haus"

27.11.17

 

Was ein guter Bürgermeister alles erledigen muss, weiß  ja wohl keiner  besser als Binaus Bürgermeister  Peter  Keller. Der dienstälteste Bürgermeister  im Kreis geht nach 32-jähriger Amtszeit  im Februar  den Ruhestand und hat nun als Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses  die Aufgabe die Wahl seines Nachfolgers vorzubereiten. Was auf den alles zukommt verpackte der amtierenden Binauer Schultes in ein Gedicht von Wilhelm Busch und sorgte so für ein humoriges Finale der öffentlichen  Kandidatenvorstellung in der Sporthalle.  Über 200 Bürgerinnen und Bürger – es musste sogar „nachbestuhlt“ werden- waren gekommen um die Bewerber  René Friedrich und Steffen Walter, beide aus Binau stammend, und als Diplom-Verwaltungswirte „Männer vom Fach“ in Augenschein zu nehmen.  Nach der Begrüßung durch Peter Keller hatte zunächst René Friedrich die Möglichkeit sich vorzustellen. Der  Kämmerer  der Gemeinde Binau, am Wahltag wird er 37 Jahre alt, ist verheiratet , Vater einer Tochter und wohnt in Lohrbach. „Weil in Binau keine passendes Haus für unsere junge Familie zu finden war“, so Friedrich der sich nach einer evtl. Wahl dem Thema Wohnraum verstärkt annehmen will. Obwohl er in Lohrbach wohnt ist er in vielen Binauer Vereinen aktiv. Zwar hat er seine Fußballerkarriere mit der selbst gesteckten Altersgrenze von 33 Jahren  beendet, doch für die örtliche Feuerwehr ist er weiter  „Feuer und Flamme“. Er und seine Frau sind aktive Wehrangehörige und dem Förderverein der Feuerwehr  steht er vor.  „Ich fühle mich wohl in Binau“, so Rene Friedrich, der das Motto „Aus Binau.Für Binau“ als roten Faden  seiner  Bewerbung sieht. Es gelte die Selbständigkeit der kleinen Kommune  und deren  Infrastruktur  u.a. durch den direkten Draht zur  Schul - und Kindergartenleitung zu erhalten. Lob gab´s von ihm für den Donnerstagsmarkt und die örtliche Gastronomie. Ein offenes Ohr hat er jederzeit für die Senioren und deren Belange  sieht er auch mit dem neuen seniorengerechten Zugang zum Rathaus berücksichtigt.  „Klar, so Friedrich, dass man bei den neuen Internetmöglichkeiten dran bleiben muss und sog. „Hotspots“ die Attraktivität des Orts für die Jugend steigern könnten.

Danach trat Steffen Walter ans Mikrofon. Er ist 45 Jahre alt, verheiratet, hat vier Stiefkinder und wohnt in Aglasterhausen. Allerdings will er in den nächsten Jahren  das Haus der Familie umbauen und wieder nach Binau ziehen.  Während er beruflich nach Heidelberg ins Universitäts-Klinikum pendelt, wo er  nach ersten Erfahrungen in Kommunalverwaltungen derzeit im Projektmanagement  für Förderprojekte  involviert ist, lebt er seine Liebe zur Musik in seiner  Heimatgemeinde  aus. Er ist seit 35 Jahren aktiver Bläser im Posaunenchor Binau und ist schon ein Jahrzehnt dessen musikalischer Leiter . Dabei ist er auch für die Ausbildung von Jugendlichen verantwortlich. Sonntags findet man ihn an der Kirchenorgel und bei den Obst- und Gartenfreunden ist er ebenso Mitglied wie im Förderverein Kindergarten und  Kirchenarbeit. Ein intaktes  Vereinsleben  ist wichtig,  so Walter, der weiß dass man dafür viele  Menschen braucht die an einem Strang ziehen.  Erfahrungen  in Entscheidungsgremien habe er im Kirchengemeinderat  und im Bezirkskonvent erworben.  Auch Steffen Walter  der „von außen“ neuen Input in die Verwaltungsarbeit bringen will   sieht als erstes Ziel an die Selbstständigkeit Binaus und die Infrastruktur mit Schule  und  Kindergarten vor Ort zu erhalten. „Ich bin mir der Verantwortung dieses Amtes bewusst“, so Walter , der als  „erster Bürger“ für alle Belange ein offenes Ohr haben will.

Nach der Einzelvorstellung - beide Vorträge wurden von den Zuhörern mit Applaus belohnt - rief Bürgermeister Peter Keller zur Fragerunde  auf. Zunächst eher zaghaft gab es Fragen an die Kandidaten u.a. zu den Themen Personennahverkehr, mögliche Baugebiete. Friedhofshalle  und zu einem innerörtlichen Müllärgernis .  Die beiden Bewerber beantworteten sie sachlichen Fragen abwechselnd und erhielten für ihre Statements auch mal spontan  Applaus. Den gab´s übrigens auch für eine Bürgerin, die eine 30-er Zone in den Hauptdurchgangsstraßen von Binau forderte. Nachdem der bürgerschaftliche Fragepool abgearbeitet war , schloss Wahlleiter Keller  mit dem Dank an die beiden Protagonisten René Friedrich und Steffen Walter die Info-Veranstaltung. Jetzt haben 1140  Binauer und Binauerinnen am kommenden Sonntag 03. Dezember die  (Bürgermeister-) Wahl .  

 

 


 
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