Amtsübergabe in Binau - Gelungener Festakt

29.01.18

 

Auch wenn in Binau die Amtsübergaben der Bürgermeister seltener sind als  Jahrhundert-Hochwasser, wie Gemeinderat Gerd Teßmer, ermittelt hatte, gelang es der  Gemeindeverwaltung doch eine würdige und kurzweilige Feier zu organisieren. Und die war mehr als gut besucht, denn die über dreihundert Sitzplätze in der Sporthalle reichten nicht aus um die vielen geladenen Gäste aber auch die interessierten Bürger aufzunehmen . Die Zahl der  reservierten Plätze war groß, denn neben den Familien und Freunden der beiden Hauptpersonen Peter Keller und René Friedrich  war viel politische Prominenz mit von der Partie. Nahezu alle Bürgermeister des Kreises gaben ihrem dienstältesten Kollegen Peter  Keller die Ehre, genau wie MdL Georg Nelius,  Landrat Dr. Achim Brötel und Vertreter von Behörden, Ingenieurbüros, Banken usw .  Zur Überraschung  Keller´s  war zudem eine Delegation aus der Partnergemeinde Lindau nach Binau gereist um dem „Machtwechsel“ beizuwohnen. Kein leichtes, sondern eher zeitaufwändiges Unterfangen für die über  40 Lindauer, denn wegen des Sturms waren teilweise Autobahnen gesperrt .

Den Auftakt des Abends gestalteten  Franziska und Emma Kniel ,zwei Solistinnen aus der Musikschule Mosbach, die gekonnt die Begrüßung durch den stv. Bürgermeister Ferdinand Eiermann umrahmten.

Einen humorigen Rückblick auf 32 Jahre Peter Keller , oder wie von vielen Rednern beschrieben die „Ära Keller “ trug dann Uwe Köbler vor. Seine Bilder aus  drei Jahrzehnten  wurden von den Zuhörern ebenso beklatscht wie die kurzen Reime dazu. Bei allem Witz wurde deutlich, was Peter Keller in den letzten 32 Jahre geleistet hat. Erschließungsmaßnahmen , Dorfentwicklung, Schulsanierung, Kindergartenanbau , Sportflächen , Straßen und Plätze, schnelles Internet etc. Viel wurde getan wie  auch Ferdinand Eiermann in seiner  Verabschiedungsrede erläuterte.  Er dankte Peter Keller für das gute Miteinander  und hob hervor, dass der seiner Gemeinde  nach außen hin ein positives  Image gegeben habe. Nicht zuletzt war dafür auch seine Arbeit in diversen Gremien maßgebend. Nur gut, dass Peter  Keller auch nach seinem Ausscheiden nicht „zum Städtele hinaus geht“ wie  es im folgenden Musikstück des örtlichen Posaunenchores hieß.

 Die Verpflichtung des neuen Bürgermeisters nahm dann der älteste Gemeinderat Gerd Teßmer vor.  „Er weiß um die Stärken Binaus, kennt aber auch die wenigen Schwächen und weiß was auf ihn zukommt“, so  Teßmer vor der feierlichen Abnahme des Amtseides. Als sichtbares Zeichen des „Stabwechsels“ übergab danach Peter Keller an seinen Nachfolger die Amtskette Binaus. Die trugen übrigens in den letzten 64 Jahren zu offiziellen Anlässen nur  Peter Keller und Ludwig Pfisterer.  René Friedrich  brillierte danach in seiner Antrittsrede vor großem Haus, dankte seinem „Lehrmeister“ Keller, dankte der Bevölkerung für das Vertrauen und bot allen  den Dialog zum Wohle Binaus an. Erste Gratulanten für den neuen Mann waren die Aktiven der Chorgemeinschaft  mit zwei Liedbeiträgen. MdL Georg Nelius sprach danach von 32 sagenhaften „Keller-Jahren“ und lobte dessen Bodenhaftung und  Glaubwürdigkeit. Sein Nachfolger übernimmt eine gut aufgestellte kleine Gemeinde der die Aufgaben sicher nicht ausgehen werden, so der MdL.  Landrat Dr. Achim Brötel  ging in seiner launigen Laudatio auf die Verdienste Keller`s ein , der Binau zu einer modernen Gemeinde  entwickelt habe. Er selbst kenne ihn als schnörkellosen Analysten, der auch mal ein kritisches Wort angebracht habe. Er wünschte alles Gute beim „Ruhestandsspagat“  und dankte für die vielen intensiven, vertrauensvollen Gespräche.  Seinem Nachfolger bot er eine vertrauensvolle Zusammenarbeit an, wohl wissend , dass ein Bürgermeister es nicht allen recht machen kann und soll. Thomas Ludwig (Bgm in Seckach) dankte namens seiner  zahlreich anwesenden Amtskollegen und Kollegin Sabine  Schweiger dem „künftigen Alt-Bürgermeister“ , der ein beliebter  Kollege war und dessen Rat hochgeschätzt  wurde. Dem  neuen Impulsgeber bot er den offenen Dialog mit den Kollegen im Kreisverband der Bürgermeister an. Bgm .Markus Haas, sprach für den Gemeindeverwaltungsverband von einer Zäsur in Binaus Geschichte, lobte Peter Keller´s Humor und begrüßte mit Binaus`s  Neuem einen weiteren U40-Bürgermeister . Für die Partnergemeinde Lindau dankte Ortsbürgermeister Rainer Schmidt für   die bravouröse Partnerschaftsarbeit . Dass Peter Keller in Lindau sehr beliebt ist zeige die große Zahl der Gratulanten die hier seien.  Die Partnerschaft , die ihresgleichen sucht soll auch in der Amtszeit Friedrichs weitergehen, so Schmidt. Als Symbol des Miteinanders übergab er eine Linde die einen Tag später vor der Sporthalle gepflanzt wurde. Volker Mönnich, dankte seitens der Großgemeinde  Katlenburg-Lindau für eine echte Freundschaft  die nach wie vor fröhlich und unbeschwert sei. Für die Gewerbetreibenden gratulierte Horst Römer von FHR und dankte für das offene Ohr, das Keller gehabt habe. Auch neuen Ideen wie den „Binauer Einkaufstagen“ war er aufgeschlossen. Ein tolle Idee war im übrigen auch die emotionale Videobotschaft  von Kindergartenkinder und Binauer Schülern die dabei musikalisch an  „Diese Tage mit Peter Keller“ erinnerten .

Wichtig waren dem  auch immer die örtlichen Vereine für die Karl Eiermann herzliche Worte fand. „Peter hat die Vereine sämtlicher Couleur immer nach Kräften unterstützt“, so Eiermann  bei der Übergabe eines Präsentes, das sich auf die Wohnmobilleidenschaft  des scheidenden Ortsoberhauptes bezog. Um die  wissen natürlich auch die Mitarbeiter  der Gemeinde  und so war die Übergabe von diverser Campingausrüstung in gereimter Form ein weiteres Highlight eines kurzweiligen Abends. Den beendete dann der sichtlich ergriffene Peter Keller  mit dem Dank an alle Protagonisten. Er erinnere sich noch gut an seine Premiere mit der Amtskette vor 32 Jahren und erklärte, dass er die Arbeit immer gern gemacht hat. „Natürlich geht das nur Miteinander“, so Keller der seinem Nachfolger ein glückliches Händchen und viel Geschick bei der Führung  seiner Kommune wünschte. „Standing ovations“ der gesamten Halle zeigten ihm nochmals welch hohen Beliebtheitsgrad er sich erarbeitet hat.

Fast drei Stunden  waren nun um und so freute sich jeder auf die Leckereien des Stehempfanges zu dem nach dem gemeinsam intonierten Badnerlied und der lautstarken Gratulation der Guggemusik Schnoogebadscher - da ist Peter Keller selbst aktiv- gebeten wurde. Gute Gespräche und natürlich viel Lob per Schulterklopfer an Peter Keller folgten. Bleibt zu hoffen, dass dessen lädierte Schulter  da keinen Schaden genommen hat.   

 


 
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